Wissenschaft

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Stimmen zum Buch
Micha Brumlik, Musik & Ästhetik, 20.05.2021
Klar in Aufbau und Stil, umfassend in der Recherche, stringent und weiterführend in der Argumentation wird Osterlohs Studie noch auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte das Standardwerk zum Thema bleiben.
Tim Schleider, Stuttgarter Zeitung, 18.11.2020
Die ›Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes‹ gehörte bereits 1920 zum Grundsatzprogramm der NSDAP – und Osterloh belegt in seiner Studie über die nationalsozialistische Kulturpolitik eindrucksvoll, warum neben anderen Fragen gerade dieser Punkt für Hitler und seine Parteigenossen eine so große Rolle spielte: Die Klage über eine angebliche ›Verjudung‹ der deutschen Kulturlandschaft, der deutschen Presse und des Verlagswesens hatte in Deutschland bereits Jahrzehnte Tradition
Frank-Rutger Hausmann, Informationsmittel für Bibliotheken, 14.09.2020
Osterloh gelingt eine detaillierte, vorzüglich recherchierte und klar gegliederte Studie, die die ›nationalsozialistische Kulturpolitik‹ bis in ihre Wurzeln und Verästelungen nachzeichnet.
Über das Buch

Bereits im Februar 1920 forderte die NSDAP den Kampf gegen eine »zersetzende« Kunst und Literatur und den Ausschluss von Juden aus dem Journalistenberuf. Das grundsätzliche Ziel lautete: Alle Juden und alles »Jüdische« sollten aus dem deutschen Kulturleben entfernt werden. Dieses Buch untersucht erstmals systematisch die Ausschaltung der Juden aus Kunst, Musik, Literatur, Theater und Film – von der Gründung der NSDAP bis zur Ermordung jüdischer Künstler im Holocaust. Jörg Osterloh spannt den Bogen von der frühen antijüdischen Propaganda und den ersten Allianzen der NSDAP mit bürgerlich-konservativen Parteien in Stadträten bis zur Umsetzung der kulturpolitischen Ziele der NSDAP in der Regierungsverantwortung, zunächst ab 1930 auf Länder-, schließlich ab 1933 auf Reichsebene. Neben den Institutionen des NS-Staates gilt der Blick auch dem Jüdischen Kulturbund, der arbeitslosen jüdischen Künstlern Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten und Darbietungen für ein jüdisches Publikum bot.

Stimmen zum Buch
Micha Brumlik, Musik & Ästhetik, 20.05.2021

Klar in Aufbau und Stil, umfassend in der Recherche, stringent und weiterführend in der Argumentation wird Osterlohs Studie noch auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte das Standardwerk zum Thema bleiben.

Tim Schleider, Stuttgarter Zeitung, 18.11.2020

Die ›Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes‹ gehörte bereits 1920 zum Grundsatzprogramm der NSDAP – und Osterloh belegt in seiner Studie über die nationalsozialistische Kulturpolitik eindrucksvoll, warum neben anderen Fragen gerade dieser Punkt für Hitler und seine Parteigenossen eine so große Rolle spielte: Die Klage über eine angebliche ›Verjudung‹ der deutschen Kulturlandschaft, der deutschen Presse und des Verlagswesens hatte in Deutschland bereits Jahrzehnte Tradition

Frank-Rutger Hausmann, Informationsmittel für Bibliotheken, 14.09.2020

Osterloh gelingt eine detaillierte, vorzüglich recherchierte und klar gegliederte Studie, die die ›nationalsozialistische Kulturpolitik‹ bis in ihre Wurzeln und Verästelungen nachzeichnet.

Kaspar Maase, Historische Zeitschrift, 17.02.2021

Ein wichtiges Buch mit teilweise frappierendem Gegenwartsbezug.

Holger Pauler, Jungle World, 15.03.2021

Der Historiker Jörg Osterloh untersucht die ›Ausschaltung der Juden und des jüdischen Geistes‹ aus Wissenschaft, Kunst und Medien durch die Nationalsozialisten in seiner gleichnamigen Studie. Die Entfernung der Juden aus dem Kulturleben war auch der Versuch, sie aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwinden zu lassen.

Florian G. Mildenberger, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 69/2021

Jörg Osterloh schildert diese Geschichte von Ideologieentfaltung, Machteinsatz, Mord und Verschweigen in neun Hauptkapiteln (...). Er geht dabei nicht nur auf die theoretischen Vorarbeiten und praktischen Anstrengungen nationalsozialistischer Kulturpolitiker ein, sondern schildert auch die Reaktionen der betroffenen Künstler, die sich im (...) ›Jüdischen Kulturbund‹ sammelten, ehe sie deportiert oder ermordet wurden, wenn ihnen nicht vorher noch die Flucht gelang.

Michael Utzel, Wissenschaftlicher Literaturanzeiger, 03.06.2021

Die Leistung Osterlohs liegt nicht darin, das Thema neu aufzurollen, sondern vielmehr darin, die verschiedenen Prozesse miteinander zu verschränken und sie durch eine umfangreiche Recherchearbeit vor dem Hintergrund von Periodika, Archiv-, Normativquellen und der aktuellen Literatur zu beleuchten.

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