Bücher zur Geschichte

Wissenschaft

Kontinuitäten, Zäsuren, Brüche?

Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Zeitgeschichte

aus der Reihe

Disability History

Wissenschaft

Kontinuitäten, Zäsuren, Brüche?

Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Zeitgeschichte

aus der Reihe

Disability History

Stimmen zum Buch
Marc von Miquel, H-Soz-Kult, 31.1.2023
Die Disability Studies, deren Ursprünge in den USA und in Großbritannien liegen, haben sich mittlerweile auch in Deutschland zu einem anspruchsvollen und produktiven Forschungsfeld entwickelt. [...] Und wie bei der ›großen Schwester‹ Gender Studies haben sich die Disability Studies [...] in zahlreiche Teildisziplinen aufgefächert, darunter auch eine aufstrebende Disability History, die in historischer Perspektive die Kategorie ›Behinderung‹ als individuelle Erfahrung und soziale Konstruktion erschließt. Den Historiker:innen in diesem Feld geht es nicht zuletzt darum, die gesellschaftlich vorherrschenden ›Randgruppen‹- und ›Opfer‹-Erzählungen zu überwinden und stattdessen die Geschichte behinderter Menschen zwischen Handlungsmacht, gesellschaftlicher Teilhabe und Prozessen der Ausgrenzung neu zu konturieren.
Bernd Wedemeyer-Kolwe, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2017, 02.11.2017
Die Autorinnen und Autoren verstehen es hervorragend, in ihren Beiträgen die herkömmlichen historischen Zäsuren und Brüche konstruktiv mit den ganz anderen bedeutsamen Zeitabschnitten geschichtlicher Randgruppen zu konfrontieren, was insgesamt beim Lesenden zu einer fortwährenden Selbstüberprüfung der eigenen Übernahme institutionalisierter Gschichtsperiodisierung führt.
Anna Derksen, H-Soz-Kult
Inspirierende Bausteine einer deutschen Behindertengeschichte.
Über das Buch
Disability History
Herausgegeben von Gabriele Lingelbach, Elsbeth Bösl und Maren Möhring

Welche Ereignisse der deutschen Geschichte nach 1945 können als Momente des Wandels im gesellschaftlichen Umgang mit dem Phänomen »Behinderung« betrachtet werden? War das Kriegsende 1945 tatsächlich eine Zäsur? Oder sollten andere Geschehnisse, etwa der »Contergan-Skandal« in den 1960er Jahren, als Wendepunkte angesehen werden? Im interdisziplinären Dialog fragen die Autorinnen und Autoren danach, welche Phasen der Kontinuitäten und der Brüche sich für die Lebenslagen von Menschen mit Behinderungen in Deutschland identifizieren lassen. So entsteht erstmals ein Überblick über die Geschichte von Menschen mit Behinderungen in beiden deutschen Staaten seit 1945.
Stimmen zum Buch
Marc von Miquel, H-Soz-Kult, 31.1.2023

Die Disability Studies, deren Ursprünge in den USA und in Großbritannien liegen, haben sich mittlerweile auch in Deutschland zu einem anspruchsvollen und produktiven Forschungsfeld entwickelt. [...] Und wie bei der ›großen Schwester‹ Gender Studies haben sich die Disability Studies [...] in zahlreiche Teildisziplinen aufgefächert, darunter auch eine aufstrebende Disability History, die in historischer Perspektive die Kategorie ›Behinderung‹ als individuelle Erfahrung und soziale Konstruktion erschließt. Den Historiker:innen in diesem Feld geht es nicht zuletzt darum, die gesellschaftlich vorherrschenden ›Randgruppen‹- und ›Opfer‹-Erzählungen zu überwinden und stattdessen die Geschichte behinderter Menschen zwischen Handlungsmacht, gesellschaftlicher Teilhabe und Prozessen der Ausgrenzung neu zu konturieren.

Bernd Wedemeyer-Kolwe, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 2017, 02.11.2017

Die Autorinnen und Autoren verstehen es hervorragend, in ihren Beiträgen die herkömmlichen historischen Zäsuren und Brüche konstruktiv mit den ganz anderen bedeutsamen Zeitabschnitten geschichtlicher Randgruppen zu konfrontieren, was insgesamt beim Lesenden zu einer fortwährenden Selbstüberprüfung der eigenen Übernahme institutionalisierter Gschichtsperiodisierung führt.

Anna Derksen, H-Soz-Kult

Inspirierende Bausteine einer deutschen Behindertengeschichte.

Behinderung & Menschenrecht, 15.12.2016

Ein gelungener Reihenauftakt. der Lust auf die weiteren Bände macht!

Michael Zander, GiD, 01.11.2016

Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur historischen Erforschung (west-)deutscher Behindertenpolitik.

Sebastian Weinert, Archiv für Sozialgeschichte, 28.02.2017

Die Beiträge des Sammelbands sind auf einem durchweg guten Niveau; die Bereitschaft der Autoren, auf die übergreifende Fragestellung der Herausgeberinnen einzugehen, verstärkt den positiven Leseeindruck zusätzlich.

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290 Seiten

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